Urlaub Süddeutschland 2010

für Nordrhein-Westfalen

Moderatoren: gs-olli, fish

Antworten
Benutzeravatar
Martin
Administrator
Beiträge: 1991
Registriert: Di 20. Dez 2011, 16:40
Wohnort: Gummersbach
Kontaktdaten:

Urlaub Süddeutschland 2010

Beitrag von Martin » Di 27. Dez 2011, 13:12

Urlaubsbericht 2010 (geplant war die Burgenstraße) von Patty

So jetzt habe ich seit 6 Wochen den Führerschein und werde unter Beweis stellen müssen, ob die Fahrschule was getaugt hat J und mein Schatz wird die vermutlich langsamste Urlaubstour seines Lebens fahren.
Geplant war die Burgenstraße in Süddeutschland entlang, dann Richtung Osten in einem Bogen zurück nach Hause....aber es kommt meist anders als man denkt.

Geführt von Andy geht es erst mal zum Barbecue Richtung Belgien um Marcels Einladung zu folgen. Also Autobahn, bäh. Marcel und seine Leute haben (für dortige Verhältnisse) eine wirklich schöne Tour geplant mit netter Betreuung und schöner Strecke. Abends lecker Essen und super nette Leute. Danke Marcel und seiner Crew für das tolle Wochenende.

Bild

Nach einem herzlichen Abschied ging es los Richtung Schleiden, dem ersten Ziel unserer Tour, weil wie sollte es anders sein...Robby/Martin hatte einen Vergaser im Gepäck, der einer GSX400 zu neuem Leben verhelfen sollte. Da ging es schon los mit „Erfahrung sammeln“: Serpentinen !!! Eins ist klar: man kann mit Sicherheit schneller um eine Kurve fahren, aber erst mal heißt es runter-bzw. raufkommen. Das hat sich mit Sicherheit auch der Jogurtbecherfahrer gedacht, der hinter mir her fuhr und partout nicht überholen wollte. Vor der nächsten Serpentine setze er sich vor mich und zeigte auf sein Hinterrad. Er wollte tatsächlich eine gute Tat vollbringen und mir zeigen, wie man es am besten macht. Sehr nett !!...und bin tatsächlich ohne umzufallen angekommen. In Schleiden auf den Campingplatz und den Vergaser übergeben. Bezahlt wurde u.a. mit Brötchen zum Frühstück J

Von Schleiden ging es weiter durch die Eifel in die Pfalz nach Wolfstein. Natürlich mit meiner täglichen Dosis Serpentinen. Unterkunft haben wir im Schwanenhof gefunden, nett mit kleinen Appartements und viel Gegend.

Der nächste Tag ging Richtung Neckargemünd. Doch schon nach gefahrenen 300m kam die rote Kelle und zwei Herren in grün holten uns zur allgemeinen Fahrzeugkontrolle raus.... in den Kreuzungsbereich einer Linksabbiegerspur..sehr schlau. Verwirrung angesichts meiner Papiere.....ob der Halter denn wüsste, dass ich mit seinem Moped unterwegs bin ?? Nachdem alles geklärt war, stand ich da mit meinen drei Problemen: 1 Moped, 1 Anfänger und keine
Möglichkeit für mich zu drehen. Nach einem Blick auf meinen neuerworbenen Führerschein hat sich einer der Herren erbarmt und erklärt, dass am Ende der Straße ein großer Parkplatz zum Drehen ist. Danke, gerettet.

Dank Navi ging die Tour mitten durch Mannheim, oh Graus. Dann auch kilometerlanger Stop- and Go in Heidelberg bei 36°C im Schatten. Ich hatte fertig !! Endlich angekommen auf dem Campingplatz nahmen wir ein Blockhaus....mit Stockbetten, na prima.

Bild

Weiter den Neckar entlang Richtung Waldenburg am See, sehr schöne Strecke, diesmal auch für einen Anfänger J Na ja, auf jeden Fall haben die Serpentinen ihren Schrecken etwas verloren, angesichts der oftmals mehr als fragwürdigen Ortsdurchfahren, wo stellenweise nur 2m breite Straßen sich in 180° Kurven durch die Orte schlängeln. Wer braucht denn so was ?
Außerdem war es so heiß, dass man weder sich noch sein Moped anständig bewegen konnte.
Wir hätten besser nicht gemeckert, denn Nachts kam das Gewitter und damit war das schöne Wetter für uns leider vorbei.

Bild

Von der anfänglich geplanten Burgenstraßenroute war nicht allzu viel übrig. Angesichts der Großwetterlage ging die Tour weiter nach Böhmenkirch und in ein vernünftiges Bett. Natürlich mit dem vollen Programm: Kurven, enge Durchfahrten, Tod durch Gegenverkehr etc. Aber dafür war die Belohnung zwei Tage ein richtiges Bett ! Robby/Martin hatte die Gelegenheit genutzt mit Uli über die Gepflogenheit von Fahrfanfängerinnen zu diskutieren (komisch, dass alle die gleichen Schwierigkeiten haben) Dann noch einen Abstecher ins Ställe (das ist Pflichtprogramm) und natürlich das Shoppen von Dessous im Lagerverkauf von Triumph (gibt es übrigens auch für Männer)
Der Regen blieb uns erhalten und wurde in der zweiten Woche unser ständiger Begleiter, grmpf.

Auch zum Pflichtprogramm gehört der Besuch bei Eric und Anja in der Nähe von Würzburg. Vielen Dank für die tolle Gastfreundschaft !! Diesmal mit zwei Kindern (komisch jedes Jahr kommt ein Jacobs dabei) Trotz Rallyeeinlage sicher angekommen. 50cm lange Schlammpfützen können echt Ärger machen.

Am nächsten Tag über die Hassberge Richtung Lichtenberg, schöner Platz am See incl. Dorffest. Eine wirklich schöne Strecke, zwar wieder mit Serpentinen aber dafür auch mit vielen langgezogenen Kurven. Weil die Strecke so schön war, haben wir eine Ausfahrt von dort geplant.....und schon wieder eine neue Herausforderung: steil bergab und am Ende eine enge Kurve....wer braucht denn so was ??? Tja, mein immer geduldiger und treuer Vorausfahrer hat mir zwar gesagt, das ich eine Menge Erfahrungen sammeln werde, aber es gibt definitiv Dinge die ich nicht brauche !

Bild

Bild

Weiter ging es durch die Rhön, eine wirklich traumhafte Stecke, wenn es keine LKW’s gäbe. Also wieder was lernen: nämlich anständig überholen.... und das mit 27 PS. Da ist Vorausschauen und Planung nötig.

Abfahrt in Bischofsheim bei bedecktem Himmel. Ziel war es durch die Rhön auf schönen Strecken langsam Richtung Heimat. Aber Petrus hatte kein Mitleid mit uns öffnete alle Schleusen. Also unterstellen und überlegen, was tun. Das freundliche Angebot eines Anwohners in seiner Halle abzuwarten haben wir ausgeschlagen. Als heillose Optimisten heißt es Kombi an und hoffen. Also fahren im strömenden Regen bei null Sicht kann ich jetzt auch J Die Tour wurde kurzfristig für heute unterbrochen und auf halber Strecke eine Unterkunft zum Trocknen gesucht. Statt Mopedfahren stand jetzt Wellness auf dem Programm. Vom Schwimmbad Blick nach draußen, Sonne....grmpf.

Am nächsten Morgen Richtung Schotten, vorsichtshalber mit Kombi, was sich als sehr vorausschauend erwies. Die Bushaltestellen auf dem Weg dort hin sind uns jetzt hinlänglich bekannt. Die Strecke war sehr schön. Allerdings waren die Straßen so naß und die Kurven so rutschig, dass Robby/Martin Mühe hatte seinen Schwerlasttransporter um die Kurven zu manövrieren. Komisch, obwohl ich mit dem eigenen Moped unterwegs war und sogar einen Sack hinten drauf hatte, war das Gepäck nicht weniger und Robby/Martins Moped wieder bis an die Schmerzgrenze belastet.

Bild

Wegen schlechtem Wetter wurde der Urlaub ein wenig abgekürzt und so haben wir uns am nächsten Morgen Richtung Heimat aufgemacht. Leider schon wieder mit teilweise nassen Straßen und diese in entsetzlichen Zustand. Ach und.....steil Berg runter geht auch heute nicht...Angst !!! Nach dem letzten Stück Autobahn und fast 2000 gefahrenen Kilometer kamen die heimatlichen Hügel wieder in Sicht, schade. Aber einer Wiederholung steht ja nichts im Wege. Brav und treu hat die kleine Suzi fast ganz ohne zu motzen die Tour heil überstanden (nur Regen mag sie gar nicht)

Grüße
Patty

Antworten