SUZUKI GS 400 welches Baujahr

Allgemeine Fragen rund um die Suzuki GS Modelle (GS 125 bis GS 1100 G)

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SUZUKI GS 400 welches Baujahr

Beitragvon GS Messie » Do 12. Okt 2017, 17:53

Irgendwo in diesem Forum habe ich anhand von Fahrgestellnummern, von bis, das Baujahr gesehen.Finde den Beitrag nun aber nicht mehr, ich glaube der ist von Frank gewesen. Ich habe eine GS 400 bei der die Papiere abhanden gekommen sind, Fahrgestellnummer: GS400-038632.
Meiner Meinung nach ist das Baujahr 78 so rum, kann mir das einer genau sagen?
Grüße Werner (GS Messie)
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Re: SUZUKI GS 400 welches Baujahr

Beitragvon Martin » Do 12. Okt 2017, 20:37

diese Angaben würde ich dann gerne in die Modellgeschichte einbauen.
Grüße
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Re: SUZUKI GS 400 welches Baujahr

Beitragvon Frank » Fr 13. Okt 2017, 13:13

Hier nochmal:

GS 400 Modellgeschichte:

1976/77:
GS 400 B:
Fahrgestellnummer: GS400-10001 bis 30705
Farben: Stardust silver metallic, candy calypso red, andes blue metallic ohne Tankdekor, schwarze Seitendeckel, Bremsscheiben zweiteilig, vernietet, 6,7mm, Armaturen verchromt mit schwarzer Abdeckung unten, digitale Ganganzeige mit Siebensegmentanzeige, Auspuffanlage zweiteilig ohne Interferenzrohr, starre Fahrerfußrasten, Schmiernippel an der Schwinge, Zugang zum Sieb der Ölpumpe über einen separaten Deckel an der Motorunterseite, Lenkerschalter aus Alu, Anlasserabdeckung verchromt, Sitzbankbezug mit Längsstreifen, Drosselung von 34 auf 27 PS nur über Nockenwellen.
GS 400 XB: wie GS 400 B, aber mit Trommelbremse der T 500 im Vorderrad, ohne Anlasser und digitale Ganganzeige

1978:
GS 400 C/EC:
Fahrgestellnummer: C: GS400-30705 bis 58411, EC: GS400-500001 bis 502463
Farben: black, candy florida blue, stardust silver metallic,marble straight red, pure white mit schmalen Dekorstreifen am Tank.
Änderungen gegenüber B: Bremsscheibe einteilig 6mm, Armaturen schwarz mit verchromter unterer Abdeckung, kein Zugang zum Ölpumpensieb von außen mehr, neue Auspuffanlage 2in2 mit Interferenzrohr, Krümmer und Auspuff verschweißt, Lenkerschalter aus Kunststoff, Anlasserabdeckung silbern lackiert, im Laufe des Modelljahres Übergang bei der Ganganzeige auf einzelne Leuchten, Schmiernippel an der Schwinge fällt weg, geänderte Vorderradnabe, Kabelbaum geändert. Drosselung auf 27 PS über andere Nockenwellen und dickere Fußdichtung.
EC: Gußräder, Trommelbremse hinten mit 160 statt 180mm Durchmesser.
GS 400 XC weiterhin lieferbar

1979:
GS 400 N/EN:
Fahrgestellnummer: N: ab GS400-58412, EN: GS400-502494 bis 505115
Farben: black, straight blue, marble straight red mit breitem Dekor.
Änderungen gegenüber C: Seitendeckel in Tankfarbe lackiert, klappbare Fahrerfußrasten, andere Blinker, Scheinwerfer mit schmalem Chromring, Sitzbankbezug mit Rautenmuster, Schriftzüge goldfarben.
GS 400 EBN „Black Suzi“:
Fahrgestellnummer: GS400-503972 bis 504471 (eigene Recherche, es gibt keine offiziellen Angaben)
Farbe: black, Sitzbank weiß.
Technisch keine Unterschiede.

GS 400 L Softchopper:
Fahrgestellnummer ab GS400-700001
Offiziell nicht importiert, nicht zu verwechseln mit der GS (X) 400 L, die ab 79 verkauft wurde.
Nur wenige Exemplare gebaut.

1981:
GS 400 ET:
Fahrgestellnummer ab GS400-505116 bis 5066xx
Farbe: Stardust silver metallic mit dünnem, schwarzem Dekor.
Technisch kaum Unterschiede zur GS 400 EN. Gabel geändert, identisch mit der GS 450/ GSX 400, Schriftzug „GS 400“ auf dem Seitendeckel jetzt als Kunststoffemblem, nicht mehr als Aufkleber.
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Re: SUZUKI GS 400 welches Baujahr

Beitragvon Frank » Fr 13. Okt 2017, 13:15

und noch was:
GS 400- was ist heute zu beachten?

Die GS 400 wurde über Jahrzehnte als günstiges Alltagsfahrzeug verbraucht und die überlebenden in den letzten zehn Jahren wieder zurück nach Japan exportiert, wo anscheinend fast jeder Preis für eine GS 400 bezahlt wird und dann merkwürdige Choppermutationen daraus entstehen. Sie ist bei uns praktisch ausgestorben. Beim Kauf gilt also: Keine Illusionen. Ein gepflegtes Ersthandexemplar mit wenigen Kilometern zu finden ist unwahrscheinlich. Technisch gibt es kaum Schwachstellen, Kurbeltrieb und Getriebe sind überdimensioniert und für sehr hohe Laufleistungen gut. Schäden sind hier praktisch unbekannt. Koben, Zylinder und Ventiltrieb erreichen je nach Fahrweise weit über 100.000km. Probleme gibt es mit dem automatischen Steuerkettenspanner, hier wird ein Wellendichtring 10x16x4 gerne undicht (Ölverlust) und die Kugel im Mechanismus arbeitet sich in die schiefe Ebene ein und die automatische Nachstellung funktioniert nicht mehr (Rasseln der Steuerkette). Der Wellendichtring auf der Zündungsseite verhärtet und wird undicht, kann aber wie die anderen Wellendichtringe ohne Demontage des Motors von außen gewechselt werden.
Ein lautes Klappern bei Standgasdrehzahl wird oft von den Krümmern verursacht, sie sind doppelwandig, und das innere Rohr bricht und klappert dann, ebenso die Prallbleche in der Auspuffanlage.
Vorsicht ist bei der Fußdichtung geboten, die meisten GS 400 haben ab Werk eine Fußdichtung mit 1mm Stärke (27 PS Version). Im Handel erhältlich (und in allen Dichtsätzen) ist nur noch Dichtung der offenen Version mit 0,6mm. Wird diese montiert, ohne den Absatz im Zylinder, der durch Bewegung der Kolbenringe entstanden ist, auszuschleifen, stoßen die Ringe dann an der Kante an, und die Kolbenringnut schlägt in kürzester Zeit aus und es gibt Bruch. Alternativ kann man zwei Fußdichtungen verwenden und ist auf der sicheren Seite (1,2mm).
Bei der Ersatzteilversorgung gilt: Technik noch vorhanden, hier passen auch viele Teile von Nachfolgemodellen. Die Kolben sind mit der GS 750 identisch, Ventile und Führungen wurden noch in der GS 500 E verwendet. Anbauteile gibt es generell nicht mehr, besonders Auspuffanlagen sind nicht mehr zu haben, selbst Zubehöranlagen, die alle deutlich Leistung kosten, gibt es praktisch nicht mehr.
Entdrosseln lässt sich die GS 400 auch mit den offenen Nockenwellen der GS 450, eine weitere Leistungssteigerung ist durch Aufbohren der Zylinder unter Verwendung von Kolben der GS 850 mit 69mm Bohrung möglich.
Weitere Hilfe gibt es in den Foren:
http://www.suzuki-gs.de und http://www.suzuki-classic.de
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Re: SUZUKI GS 400 welches Baujahr

Beitragvon Martin » Fr 13. Okt 2017, 14:27

Frank, klasse. Vielen Dank. Werde ich in der Modellgeschichte übernehmen.
Hast Du zufällig auch zur Red-Suzi Infos? Die Rahmennummern liegen meines Wissens nach im Bereich zwischen 137331 und 139100. Die Nr. 132 hat z.B. die 138315 und die Nr. 486 die 139061.
Grüße
Martin
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Re: SUZUKI GS 400 welches Baujahr

Beitragvon fish » Fr 13. Okt 2017, 15:17

Beim Kauf gilt also: Keine Illusionen.

beim verkauf auch!
habe vor ca.4 jahren eine brauchbare, zugegebenermassen nicht komplett originale, gs 400 zum verkauf angeboten. ich habe von den gs fans noch nicht mal ein angebot bekommen! es war sogar noch eine zweite auspuffanlage mit patina, aber ok, dabei. am ende habe ich sie dann auch an einen händler verkauft. die nachfrage scheint in deutschland also auch gegen null zu gehen. :(
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Re: SUZUKI GS 400 welches Baujahr

Beitragvon icebird1961 » Fr 13. Okt 2017, 17:36

Servus Frank - eine kleine Korrektur Deines prima Beitrages zur "Nummern-Historie" der GS 400 EBN/Black Suzi
sei mir erlaubt:

Du hast recherchiert:
GS 400 EBN „Black Suzi“: Fahrgestellnummer: GS400-503972 bis 504471
(eigene Recherche, es gibt keine offiziellen Angaben)

allerdings steht die letzte Black Suzi nun seit einem knappen Jahr in meiner Garage,
und diese (letzte) Black Suzi No #500 hat die Fahrgestell-Nr:

GS400-504461 (also um 10 niedriger wie Deine Recherche)

Dennoch: Prima Zusammenfassung ! :D

Bild


und für die "richtigen" - vor allem eben top-originalen GS 400/ GS 425 E / mit wenig (!) km-Laufleistung gibts durchaus auch ordentliches Geld -

so habe ich vor 2 Monaten (m)eine SUZUKI GS 425 E (mit original offenen 40 PS-Motor !) für knapp 2500 € verkauft, die ich zuvor aus UK importiert habe - weil mir meine Black Suzi eben besser gefiel ;-)


Bild
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Re: SUZUKI GS 400 welches Baujahr

Beitragvon dieterpapa » Fr 13. Okt 2017, 20:22

Noch eine Anmerkung zur Entdrosselung:

Die Nockenwellen der GS500E passen in die ganzen zweizylindrigen GS - und die gibt es für nen Appel und ein Ei.

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Re: SUZUKI GS 400 welches Baujahr

Beitragvon icebird1961 » Fr 13. Okt 2017, 20:58

Das mit den GS 500 E Nockenwellen zum 400er Tuning klingt wirklich interessant - müßte 'mal jemand nachmessen, ob der Nocken-Grundkreis wirklich zur "kleineren" GS 400 kompatibel ist -

und da gibt es dann 3 verschiedene Sätze von Nockenwellen: Zitat über die GS 500 E:

"Den luftgekühlten, Zweizylinder-Viertaktmotor mit 487 ccm Hubraum gab es mit leistungsreduzierten 27 PS bei 8.000 U/min, ab 1994 auch mit 34 Pferdchen und in der offenen Version mit 46 PS, die bei 9.200 U/min zur Verfügung standen"

... also wenn, dann sollten die 34 PS-Wellen das "Ende der Fahnenstange" für die 400er bedeuten, die damit evtl. so 32 PS auf die Kurbelwelle stemmen würde - bei den 46 PS Wellen müßte man alles umbedüsen /Verdichtung erhöhen, andere Kerzen etc. pp. und die GS 500 E hat größere Vergaser (33er Mikunis wenn ich mich recht entsinnen ...) und das Bike wird So sicher nicht den Gefallen& Segen des Grau-Bekittelten TÜVs finden_ aber möglich wäre es -IMHO -schon !

...allerdings eher nicht für meine alte Dame mit 42 tsd. km - da hätte ich ja gleich die GS 425 E (halber GS 850 Motor) behalten können - die ging mit 40 PS und 185 kg echt "wie die Sau !!"
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Re: SUZUKI GS 400 welches Baujahr

Beitragvon GS Messie » Fr 13. Okt 2017, 22:04

Ja danke an alle für die Information. Den Beitrag von Frank hatte ich schon vor längerer Zeit einmal gelesen konnte ihn aber nicht mehr finden ,ich werde mir eine Kopie davon machen.
Grüße Werner (GS Messie)
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