Lahme Instrumente an GS550E

Allgemeine Fragen rund um die Suzuki GS Modelle (GS 125 bis GS 1100 G)
Therapeut
Beiträge: 16
Registriert: Fr 27. Apr 2018, 14:05

Re: Lahme Instrumente an GS550E

Beitrag von Therapeut » Fr 9. Aug 2019, 14:06

Hallo,
hier erst mal ein Zwischenbericht. Die Lahmheit der Zeigerinstrumente nervt noch immer, aber es wird besser. Offensichtlich löst sich da etwas im Fahrbetrieb nach dem jahrelangen Stillstand. Der Drehzahlmesser hat ja nicht viel zu tun, ich staune wie rasch und oft ich im 6. Gang unterwegs bin.
Also Geduld und abwarten, um nicht leichtfertig etwas kaputt zu machen.
Zur Geschwindigleitskontrolle habe mein Garmin Navi angebastelt.
Freundliche Grüße
Gerd

Therapeut
Beiträge: 16
Registriert: Fr 27. Apr 2018, 14:05

Re: Lahme Instrumente an GS550E

Beitrag von Therapeut » Sa 21. Sep 2019, 12:21

Ein freundliches Hallo und eine interessante Problemveränderung.
Die lahmen Instrumente konnte ich gegen Gebrauchtteile aus den Ebay-Kleinanzeigen tauschen.
Schön, der Tachostand liegt nun zwar über 30.000km höher, aber die Geschwindigkeit- und die Drehzahlanzeige reagiert nun spontan.
Nun trübt aber die Freude ein richtig böse störendes Jaulen aus dem Tacho. Fängt kurz nach dem Beschleunigen an und hört erst ganz kurz nach dem Stillstand auf.
Es muss im Tacho entstehen, bei entfernter Tachowelle ist Ruhe. Die Tachowelle läuft leicht und ich habe sie vorsichtig geschmiert.
Gibt es da einen Trick oder läuft es auch hier auf eine Komplettzerlegung der Instrumentes mit fragwürdigem Ergebnis hinaus?
Freundliche Grüße aus der Heide
Gerd

hannes
Beiträge: 911
Registriert: Di 16. Feb 2016, 13:52

Re: Lahme Instrumente an GS550E

Beitrag von hannes » Sa 21. Sep 2019, 13:56

Hallo Gerd,
die Welle ist vermutlich ein Nachbauartikel und geringfügig zu lang.
Vorsichtig ca.1mm abschleifen u. Grat mit Feile brechen.

Gruß - Hannes

Benutzeravatar
MarioC
Beiträge: 11
Registriert: Do 4. Jul 2019, 15:37

Re: Lahme Instrumente an GS550E

Beitrag von MarioC » Di 24. Sep 2019, 12:24

Moin Gerd,

dieses Jaulen ist der Anfang vom Ende des Tachos.
Es entsteht wenn die "Aluminiumtrommel", auf der die Tachonadel befestigt ist auf der "Magnetscheibe", die von der Welle angetrieben wird, schleift. Oder auf dem Boden des Tachogehäuses schleift. Meist fängt der Tacho über kurz oder lang an zu tanzen und bald darauf kommt der totale Stillstand.
Um dem vorzubeugen musst du, wohl oder übel, den Tacho öffnen und versuchen die Achse der Aluminiumtrommel etwas anzuheben, also vom Boden weg nach oben, in der Lagerbuchse zu fixieren.
Tacho.jpg
Viel Spaß beim basteln
Gruß
Mario
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Das fahren einer GS ohne Kardan ist möglich, jedoch nicht erstrebenswert.

Therapeut
Beiträge: 16
Registriert: Fr 27. Apr 2018, 14:05

Re: Lahme Instrumente an GS550E

Beitrag von Therapeut » Di 24. Sep 2019, 21:31

Hallo und herzlichen Dank für die beiden Hinweise. Mit dem ersten Tipp hatte ich leider keinen Erfolg, wobei ich nicht die Welle kürzte, sondern mit einer Distanzscheibe dafür sorgte, dass der Wellenvierkant weniger tief im Tacho steckte. Der Druck von Außen war es also in meinem Fall wohl nicht. Wäre ja auch zu schön gewesen.
Deine Zeichnung, Mario, hilft mir sehr zum Verständnis. Bei meiner heutigen Tour hatte ich schon am Schluss so eine Wackelei der Tachonadel. Werde wohl wieder auf den lahmen Ersttacho umrüsten und im Winter mal den defekten Ersatztacho zerlegen. Mit dem Navi ( alternativ vielleicht auch mal mit einem tauglichen kleinen Fahrradtacho) erfahre ich ja auch die gefahrene Geschwindigkeit.
Geschwindigkeit war eh gerade ein erfreuliches Erlebnis, nach jahrelangem Stillstand fährt sich die GS gerade frei. :D Da kommt Freude auf. Hatte schon befürchtet, dass die 550er kaum besser geht als meine brave alte Suzuki GN250. Nun komme ich aber doch in ganz andere Geschwindigkeitsbereiche, wenns denn mal sein soll.
Freundliche Grüße aus der Heide
Gerd

Antworten