GS 750 E - Die ersten Schritte (Hilfe)

Allgemeine Fragen rund um die Suzuki GS Modelle (GS 125 bis GS 1100 G)
Hariii
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GS 750 E - Die ersten Schritte (Hilfe)

Beitrag von Hariii »

Guten Abend Männer (und Frauen,falls anwesend),

wie in der Vorstellung bereits erwähnt bin ich seit gestern Besitzer einer GS 750 E Bj 78. Das Motorrad hatte ein Unzahl an VB und verweilte die letzten 10 Jahre in einer Garage beim aktuellsten VB. Obwohl der Zustand nicht gerade rühmenswert ist, habe ich beschlossen sie zu kaufen und möchte sie in den nächsten Jahren wieder hübsch machen.
Fürs erste wäre ich aber schon mal dankbar, wenn ich den Motor zum erklingen lassen bringen könnte. Der VB hatte mir versichert, dass dies im Sommer noch funktioniert hat. Er schaffte es jedoch nicht und scheitere auch gerade. Motor dreht(e), will aber nicht starten. Schwimmerkammern entleert, Funke auf Zylinder 1 und 2 kontrolliert, neues Benzin rein, Anschluss an die Autobatterie - half bislang alles nichts. Gang rein und wieder in den Leerlauf zurück (Ganganzeige funktioniert), tot. Jetzt tut sich überhaupt nichts mehr, wenn ich den Starter betätige. Die Batterie will übrigens auch nicht. Ein Blick unter den linken Seitendeckel offenbarte dann doch einiges Grauen. Offenbar wurde der originale Sicherungskasten entfernt und gegen eine 32A Sicherung ersetzt. Ich vermute mal, dass dies original nicht so sein soll. ;) Beim Verbinden so mancher Kabel wurde offenbar ebenfalls mehr als nur improvisiert :?
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Unter dem rechten Seitendeckel findet sich irgendwie auch fast nichts, was vermutlich nicht so sein sollte?
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Ich wäre über jeden Rat und Tipp dankbar, wie ich die Kiste zumindest mal wieder einigermaßen zum Laufen bringe. Oder zumindest wieder zum Drehen^^ WHB ist übrigens bereits geordert.

PS: Die Beleuchtung funktioniert soweit komplett. Nur die Hupe will nicht obwohl Strom ankommt.

Gruß, Harald

Hariii
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Re: GS 750 E - Die ersten Schritte (Hilfe)

Beitrag von Hariii »

Hey, schade das sich niemand dazu geäußert hat. Ich hab das Problem mit dem Starten nun in die Zukunft verschoben, da ich das Motorrad ohnehin nach der langen Standzeit beinahe komplett neu aufbauen darf. Sprich, ich bin gerade beim zerlegen und werde den Kabelbaum beim Neuaufbau ersetzen. Da wurde sehr viel gepfuscht und improvisiert, das gefällt mir nicht und bietet zu viele mögliche Fehlerquellen.

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Martin
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Re: GS 750 E - Die ersten Schritte (Hilfe)

Beitrag von Martin »

Es ist grad Weihnachtszeit und da können qualifizierte Antworten schon mal ein paar Tage dauern.
Deine Frage war auch zu allgemein, befürchte ich. Bei den Bildern kannst Du die komplette Elektrik prüfen, bevor Du weitere Startversuche unternimmst. 32A-Sicherung deutet schon auf nichts gutes. Also nach dem Schaltplan von der Batterie angefangen über eine passende Hauptsicherung zum Zündschloss, zum Starterrelais, von dort zum Anlasser, usw. usw. alles auf richtige Verbindung und Kabelquerschnitte prüfen. Erst dann wieder starten.
Grüße
Martin

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Sven1
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Re: GS 750 E - Die ersten Schritte (Hilfe)

Beitrag von Sven1 »

Sicher das es nicht 14 aa sein sollten? Dann hätte aber jemand ordentlich Dr aufgelegt.

Grüße

Sven
Nichts ist so beständig wie die Veränderung.

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Frank
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Re: GS 750 E - Die ersten Schritte (Hilfe)

Beitrag von Frank »

Den Sicherungskasten gab es bei der GS 750 erst ab 79, vorher musste eine Sicherung für die ganze Maschine reichen.
...36 Jahre auf Suzuki GS...to be continued...
... auch im GS 400 Owner`s Club
2xT 250, 2xGT 250, 4xGT 380, 7xGS 400, 2xGS 550, 3x GS 750, GS850G, GS 1000 S, X7, GS 1000 HC

Hariii
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Re: GS 750 E - Die ersten Schritte (Hilfe)

Beitrag von Hariii »

Hey,
danke für die Antworten. Ich wollte keineswegs undankbar oder ungeduldig erscheinen, sondern einfach über den aktuellen Status berichten. Ein Bekannter hat mir einen Trick gezeigt wie man den Anlasser überbrücken kann und dieser dreht zumindest wenn ich das Plus der Batterie daran klemme. Also lag das Problem vom E - Starter aus weg oder im Magnetschalter wenn ich mich nicht irre.
Aber egal, ich habe ja beschlossen das Motorrad neu aufzubauen und heute den alten Kabelbaum ausgebaut. Diesen werde ich auch nicht wieder verwenden, lohnt sich einfach nicht. Ich hab zwar wenig Ahnung von Fahrzeugelektrik, möchte diese aber komplett neu machen und etwas modernisieren. (Flache Sicherungen zb)
Das mit der Sicherung dürfte übrigens schon seine Richtigkeit haben. Mir haben bereis ein paar Leutchen davon berichtet, auch wenn ich auf den Explosionszeichnungen von Cmsnl noch nichts derartiges entdecken konnte.

Hauptsache sie läuft dann wenn sie fertig ist :)

Ein, zwei Frage hätte ich übrigens noch:
Ich habe heute den Kupplungszug ausgebaut und stehe vor folgendem Rätsel. Der Zug verläuft über eine Schraube in die Ritzelabdeckung. Nur wie bekomme ich das Endstück des Zuges durch die Schraube? Mir ist irgendwie noch nicht klar wie das gedacht ist.
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Ich bekomme den Limadeckel nicht gelöst. Habe alle 9 Schrauben entfernt die den Deckel mit dem Gehäuse verbinden aber keine Chance den zu demontieren. Schläge mit dem Hammer, Ballistol, Kraft - nichts hilft. Ich ziehe das gesamte Motorrad zu mir wenn ich den Deckel abziehen möchte. Gibt es vl eine Halterung die ich übersehen habe? Oder habt ihr einen Tipp? Bin da gewissermaßen gerade etwas ratlos :)

Nächste Frage:
Meine Auspufftüten sind leider Schrott. Durchgerostet, lose Innenteile, mehrfach verschweißt etc. Hat jemand Erfahrungen mit alternativen die passen und gut aussehen? Ich hätte im Internet bislang nur die Marving entdeckt (sogar mit Prüfzeichen) aber die gefallen mir optisch nicht wirklich. Mag diese Megaphone nicht besonders.

Letzte Frage:
Habt ihr einen Trick wie ich den Motor ausbauen kann,vorzugsweise alleine?


Gruß, Harald

PS: So siehts derzeit aus
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Martin
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Re: GS 750 E - Die ersten Schritte (Hilfe)

Beitrag von Martin »

Hariii hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 18:01
Nur wie bekomme ich das Endstück des Zuges durch die Schraube? Mir ist irgendwie noch nicht klar wie das gedacht ist.
Das ist nicht gedacht für eine Demontage. Kauf dir einen neuen oder einen guten gebrauchten Kupplungszug, wenn deiner defekt ist.
Hariii hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 18:01
Ich bekomme den Limadeckel nicht gelöst. Habe alle 9 Schrauben entfernt die den Deckel mit dem Gehäuse verbinden aber keine Chance den zu demontieren. Schläge mit dem Hammer, Ballistol, Kraft - nichts hilft. Ich ziehe das gesamte Motorrad zu mir wenn ich den Deckel abziehen möchte. Gibt es vl eine Halterung die ich übersehen habe?
Normalerweise helfen einige Schläge mit dem Gummihammer in alle Richtungen auf den Deckel. Außer den Schrauben sind da nur ein oder zwei Buchsen um die Schrauben, die in den Motor gepasst sind. Die sitzen schon mal fest. Ansonsten hilft nur hebeln zwischen Motorgehäuse und Deckel mit der Gefahr, die Dichtfläche zu beschädigen.
Hariii hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 18:01
Meine Auspufftüten sind leider Schrott. ..... Hat jemand Erfahrungen mit alternativen die passen und gut aussehen?
Endtöpfe für die 4 in 2 Krümmer gibt es neben Marving auch noch von Sito. Verarbeitung und Preis sind gut, wenig bis kein Leistungsverlust, Optik und klang eher langweilig. Mit ABE zu bekommen. Ansonsten gibt es jede Menge 4 in 1 Anlagen.
Hariii hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 18:01
Habt ihr einen Trick wie ich den Motor ausbauen kann,vorzugsweise alleine?
alten Reifen/Motorradreifen rechts neben das Motorrad legen. Motor alle Schrauben lösen bis auf eine, Motorrad nach rechts auf den Reifen legen, letzte Schraube lösen, Motor auf den Reifen liegen lassen und den Rahmen wieder aufrichten. Geht auch mit gesamtem Fahrwerk und der Einbau geht so auch wieder. Habe ich alleine mit der schweren GS 850 G schon mehrmals gemacht.
Gruß
Martin

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Hariii
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Re: GS 750 E - Die ersten Schritte (Hilfe)

Beitrag von Hariii »

Das ist nicht gedacht für eine Demontage. Kauf dir einen neuen oder einen guten gebrauchten Kupplungszug, wenn deiner defekt ist.
Nicht defekt, aber uralt und ich möchte im Zuge des Neuaufbaus alles tauschen dem ich nicht mehr voll und ganz vertraue.
Normalerweise helfen einige Schläge mit dem Gummihammer in alle Richtungen auf den Deckel. Außer den Schrauben sind da nur ein oder zwei Buchsen um die Schrauben, die in den Motor gepasst sind. Die sitzen schon mal fest. Ansonsten hilft nur hebeln zwischen Motorgehäuse und Deckel mit der Gefahr, die Dichtfläche zu beschädigen.
Ich habe echt alles versucht, bislang erfolglos. Auch mit Heißluftföhn und gezielten Schlägen konnte ich nichts erreichen. Hebeln sollte wirklich nur der letzte Ausweg sein, aber wenn es nicht anders geht bleibt mir wohl auch nichts anderes übrig.
Endtöpfe für die 4 in 2 Krümmer gibt es neben Marving auch noch von Sito. Verarbeitung und Preis sind gut, wenig bis kein Leistungsverlust, Optik und klang eher langweilig. Mit ABE zu bekommen. Ansonsten gibt es jede Menge 4 in 1 Anlagen.
Hm Optik würd ich nicht so schlimm finden, aber klingen soll sie am Ende schon ordentlich :) Natürlich alles in einem legalen Rahmen, aber ein guter Sound ist nicht zu verachten.

Danke!! Hab zwar keine alten lose Reifen zuhause rumliegen, aber da sollte sich ne Lösung finden lassen :)


Vielen Dank Martin für die Hilfe!!!

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Dirk
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Re: GS 750 E - Die ersten Schritte (Hilfe)

Beitrag von Dirk »

Hallo Hariii,

ehe Du am Lichtmaschinendeckel rumhebelst, nur mal so als Idee:

Wenn Du Dir mehrere kleine Bleche schneidest, die auf einer Seite keilförmig mit kleinem Winkel so spitz angeschliffen werden, dass sie max. die Dichttungsbreite haben, könnte man diese evtl. an mehreren Stellen -vorzugsweise in der Nähe der Passhülsen- an der Dichtung zwischen den Deckel und das Motorgehäuse mit vorsichtigen Hammerschlägen langsam eintreiben. Wenn man dies an mehreren Stellen vorsichtig und stückweise macht, hebt sich vielleicht der Deckel langsam ohne die Dichtflächen zu beschädigen. Und wenn man den Anlasser ausbaut, könnte man gleichzeitig durch das Anlasserritzelloch mit einem geeignetem Holzstab und einem Kunststoffhammer auch noch vorsichtig versuchen unterstützend von innen gegen den Deckel zu schlagen.
Gruß

Dirk
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fish
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Re: GS 750 E - Die ersten Schritte (Hilfe)

Beitrag von fish »

ich stelle hier meine kommentare aus dem caferacer forum rein und werde das dann auch hier weiter betreiben, um nicht parallel zu fahren:

hallo harald,
ich habe hier nicht alles gelesen, aber über einen teil bin ich "gestolpert".
Ach und zwecks Ersatzteilen habe ich mir das Angebot doch etwas üppiger vorgestellt. Honda hat da doch zumindest zwei kleinere Händler die ein doch recht umfangreiches Sortiment besitzen. Das vermisse ich bei der Suzi irgendwie. In Österreich gibts wie immer gar nichts und in Deutschland schaue ich mich einstweilen auf den Kleinanzeigen und auf Ebay rum.
im gegensatz zu allen anderen herstellern kannst du bei suzuki einfach zum freundlichen händler um die ecke gehen. die meisten teile sind vorrätig und wesentlich billiger als anderswo. bei suzuki-classic.de kannst du die entsprechenden hinweise auf online händler finden. neuteile werden eigentlich nur bei lack und auspuffen selten. dazu kommt, dass suzuki im baukastensystem gebaut hat und vieles von vielen modellen passt. die bekommst du, wenn du dann weißt wonach du suchen musst, auch fast immer gebraucht bei ibäh etc..

zur elektrik (nicht elektronik) sein gesagt: reiß den ganzen alten und vermurksten scheiss komplett raus, und bau dir einen neuen kabelbaum direkt am moped! über 30 jahre alte kabel und steckverbindungen, bei so einem vermurksten kabelbaum wie du ihn vorgefunden hast, wieder in ordnung zu bringen, ist mehr arbeit mit weniger guten erfolgsaussichten. auch ohne elektrokenntnisse ist das kein hexenwerk. benötigte kabel auf dem schaltplan farbig markieren, kabel direkt am moped von bauteil a nach bauteil b,c,d ... verlegen, stecker dranmachen (gibts bei louis & co), kabelbinder an geeigneten punkten drum ... fertig!
ps: die aktion mit dem sicherungskasten war eher überflüssig. die alten gs´n hatten nur eine sicherung. :wink:

im übrigen solltest du umdenken, wenn du mit honda etc. erfahrungen gemacht hast. suzuki war immer zu spät dran und hat deswegen überall abgekupfert! aber das dann richtig gut! die motoren sind besser und haltbarer, die fahrwerke, im vergleich mit zeitgenossen, brauchbar. das baukastensystem machte und macht die ersatzteile günstiger. fast alle teile sind neu zu bekommen. nachteil dabei ist, dass in einem modell oftmals die "restteile" eines anderen modells verbaut wurden. "original" können somit mehrere varianten sein. da gibt es aber hilfsmittel wie cmsnl oder ähnlich und ausserdem das suzuki-classic forum mit einigen echt guten kennern sowie die gs-classic seite.

so ... nun noch viel spass. du findest nach weihnachten bestimmt auch wieder mehr aufmerksamkeit und unterstützung im suzuki-classic.de forum.

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