Projekt Motor GS 750

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icebird1961
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Re: Projekt Motor GS 750

Beitrag von icebird1961 » Fr 20. Jul 2018, 08:24

... hatte das leidige Benzinhahnproblem sowohl an meiner GS 750 - wie GS 400 -

nach x-maligen Versuchen mit qualitativ absolut nicht (!) maßhaltigen / NICHT funktionierenden :evil: Rep.-Sätzen wie dem FCK-9 der umgehend zurück ging:

Bild

- habe ich mich letztlich zur Radikal-Maßnahme entschlossen:

Umbau auf einen NEUEN Tourmax 308 Benzinhahn :P

Bild

Bild

die ganze Story habe ich schon letztes Jahr hier zum besten gegeben:

viewtopic.php?f=7&t=3370&start=30

die Abmaße der Bohrungen und der Dichtung passen 1:1 perfekt - nur der Filtereinsatz zwischen den Bohrungen ist nicht ganz paßgenau für die Öffnung unten im Tank , da muß man 2-3 mm am Tank unten auffräsen (s. Bild - dann naß mit Curil T (Grün) setzen - das paßt nun bei beiden (!) Bikes seit über 1 Jahr- ist absolut dicht und auch mit Unterdruck-Funktion :lol: ... mußt aber auch die Original-gummierten Unterlegscheiben nehmen - sonst sifft's an den Schrauben durch :roll:

Bild
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tobi
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Re: Projekt Motor GS 750

Beitrag von tobi » Fr 20. Jul 2018, 12:40

Bäh, das Federviech ist ja nicht ooginaaal :?

Hab deinen ollen Gockel hier, wenn ich zeit hab kann ich ja mal versuchen ne instandhaltumgsanleitung zu machen, mein über 10 jahre alter repsatz hat auch schon den zu kleinen oring. Ist ja kein hexenwerk wenn man weiss wie, der dichtring kost ja fast nix.
Darf aber morgen wie so oft wieder Arbeiten, vielleicht bis Sonntag.

Tobias
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Re: Projekt Motor GS 750

Beitrag von leroyak7777 » Fr 20. Jul 2018, 15:14

Ich schau mal ob ich einen passenden O-Ring finden kann. Bis dahin baue ich eine stärkere Feder ein, welche den O-Ring ordentlich reinpresst. So lässt der Hahn nur in PRI Sprit durch und ist bei Reserve und ON zu.

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icebird1961
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Re: Projekt Motor GS 750

Beitrag von icebird1961 » Fr 20. Jul 2018, 20:51

Die Unterdruck Funktion still zu legen, kann ja auch nicht die Lösung sein - damit wird das Problem ja nur umgangen ... aber nicht wirklich gelöst :shock:

und @ Tobi:

es ist leider nicht nur die Größe des O-Rings die falsch ist - viel gravierender ist die Tatsache, daß der "Alu-Stöpsel" an sich im Rep.-Satz schlichtweg zu kurz ist - um etwas 0,8 mm .. - habe ich mal au dem Bild vom Gockel (der nun bei Tobi auf Re-Animation wartet) eingefügt:

Bild

- evtl. doch nur die runde Dichtung wechseln, wie Frank meint ? ...er sollte es wissen :mrgreen:

das kommt - IMHO - daher, daß diese Rep.-Sätze z. Teil nur von Asia Anbietern zusammengekauft &umgetütet werden (steht zumindest so im XS Forum) werden, aber nicht wirklich den SUZI-OEM Spezifikationen nach gefertigt werden,
es läßt sich nicht anders erklären warum das wichtige Maß des"Stempel" bei den Rep. Sätzen von der Höhe um 0,8 mm und vom Durchmesser des O-Rings abweicht - und daher nix taugt !

hatte mit Junker auch Schwingen-Lager für meine Kleine, deren Buchsen 0,2 mm Spiel aufweisen (Rep.-Satz SWS-301 NEU aber Schrott !) - mehrfache Probleme mit untauglichen Benzinhahn-Rep.-Sätzen - bei den Vergaser-Rep.-Sätzen von Keyster ist es reine Glücksache, ob manda ne taugliche Charge erwischt - das "Mischrohr" fehlt bei Keyster & Co. in jedem Fall;

... und wenn Du jetzt Deinen Gockel immer auf PRI stellst, läufst Du Gefahr, daß bei einem (nicht zu selten auftretenden Problem mit Deiner Schwimmernadel) Dir der Sprit in den Motor laufen kann, wenn Sie schräg steht, und der Ablauf nicht funzzt -

dann doch lieber gleich richtig & dauerhaft fixen - Vorschlag s.o. !
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Frank
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Re: Projekt Motor GS 750

Beitrag von Frank » Sa 21. Jul 2018, 16:35

Ja, die Geschichte mit den Rep. Sätzen ist bestens bekannt, habe ich auch schon vor ein oder zwei Jahren mal erwähnt. Aber meistens muss die Unterdruckmembran nicht gewechselt werden, werden, außer sie hat einen Riß. Läuft Benzin durch, wenn der Motor nicht läuft, reicht es meist, die runde Dichtung hinter dem Betätigungshebel zu tauschen, sie ist oft verhärtet und lässt Benzin durch.
...34 Jahre auf Suzuki GS...to be continued...
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Re: Projekt Motor GS 750

Beitrag von tobi » So 22. Jul 2018, 17:33

Hab mal den Hahn vom Icebird zerlegt. Warum da nen dichtsatz für verschwenden? Der hat erstmal genau ein Probelm (abgesehen davon das die V-Dichtung wohl beim früheren Zerlegen vergnaddelt wurde)...der Oring aufm Dödel ist hart. Also alles sauber gemacht...und natürlich keinen gescheiten Ring da. Nur so ein china universalset ...natürlich sind die ringe da auch schon hart. Hat wer die grösse die drauf soll? Ich mess was mit 3,5innen x 1,8 Schnurstärke.

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Re: Projekt Motor GS 750

Beitrag von leroyak7777 » So 22. Jul 2018, 22:01

Ich habe den Benzinhahn jetzt erstmal verbaut. Es läuft eben nur bei PRI Sprit durch. Immer wenn das Motorrad nicht läuft muss eben der Benzinhahn zu. Das ist ja aber auch bei vielen anderen Motorrädern normal.

Die Suzuki läuft jetzt. Es war wirklich das schlechte Ventilspiel Schuld.
Mit den richtigen Shims sprang sie nach ein paar Umdrehungen gut an.

Den Drehzahlmesserausgang am Kopf habe ich nicht verschlossen gehabt. Da kam dann auch schnell ordentlich Öl und MOS2 Paste rausgespritzt. So wusste ich dann auch, dass Öl bis zum Kopf hoch geht :)
Gibt es Stopfen für den Anschluß oder muss ich mir etwas bauen?


Desweiteren mag meine Kopfdeckeldichtung nicht dicht werden. Scheint ja ein bekannten Problem zu sein.
GIbt es da bessere Qualitäten zu kaufen als jene, welche im Dichtsatz sind?

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ed44
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Re: Projekt Motor GS 750

Beitrag von ed44 » Mo 23. Jul 2018, 00:13

Habe bei mir gerade einen Rep-Satz aus Italien verbaut, alles maßhaltig und dicht. Tutto bene.
Lieferant nenne ich gern per Mail.

Die Membran war bei mir am Rand eingerissen, was zu falschem Gemisch auf #3 führte.

Zur Deckel-Dichtung, da habe ich mit Athena auch schlechte Erfahrungen wie du, nun ist eine aus einem Vesrah Dichtsatz drin, die macht ihren Job korrekt.
Wiederum war die Kopfdichtung aus dem Vesrah Satz nicht maßhaltig, da habe ich das Athena-Teil drauf gelassen, allerdings mit den O-Ringen (um die Standbolzen) von Vesrah.
Also, komplexes Thema mit den Dichtungen. ;)

Wenn man wüsste, dass die Original-Teile alle besser sind, würde ich auch dazu raten. Aber bei den Gummiteilen ist da auch viel NOS "new old stock" auf dem Markt, d.h. das Gummi ist alt und spröde.
In Sachen Ventilschaft-Dichtungen hatte ich aufgrund eines Foren-Tips Viton-Dichtungen aus USA bestellt, und die machen konstruktiv einen deutlich besseren Eindruck als die Originale, zumal Zubehör-Teile.
Ob der Ölverbrauch damit sinkt, muss man erst noch sehen.

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Re: Projekt Motor GS 750

Beitrag von leroyak7777 » So 29. Jul 2018, 12:48

Gestern habe ich mal wieder etwas an der Suzi weiter gemacht.
Sie springt jetzt soweit immer gut an. Jedoch mag sie kein Gas annehmen.

Ich starte sie mit Choke und kann dann Gas geben. Wenn ich dann den Choke weg nehme, will sie kein Gas mehr annehmen.
Deutet ja eigentlich auf ein zu mageres Gemisch hin.
Nach 2 min im Stand läuft sie mit Choke nicht mehr.

Vergaser sind soweit synchronisiert, 117er Hauptdüse, offene Luftfilter, beide Regulierungsschrauben auf Grundeinstellung.

Die untere Gemischregulierungsschraube ist bei zweien meiner Vergaser an der Spitze abgebrochen.
Solang ich diese nicht ersetze, macht das Abstimmen eh keinen Sinn.

Hat jemand von euch 2 davon rumliegen oder kann mir eine Teilenummer sagen?
Ich kann es bei CMS nicht erkennen.

Es handelt sich um die Nummer 7:
http://www.gs-classic.de/tipps/verg_08.htm

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icebird1961
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Re: Projekt Motor GS 750

Beitrag von icebird1961 » So 29. Jul 2018, 13:41

Offene Lufi sind echt schwierig an die VM26er Schiebervergaser der GS 750 abzustimmen / meist geht der Durchzug im mittleren Bereich dadurch flöten/ zumal die GS 750 eh schon rel. "durchzugsschwach" ist (stark "unterquadratisch" ausgelegt: Nur umme 56 mm Hub bei 65 mm Bohrung) - im Vergleich zu anderen 750er der damaligen Zeit ist Sie eben auf Drehzahl ausgelegt - so ab 6000 !/min geht's dann ordentlich :mrgreen:

Sorry: OFF-Topic: Dinagnose-Tip: IMHO sind die 117er HD eher zu groß -
Grundregel lautet: etwa 10-15% größerer HD mit offenen LuFis - also in Deinem Fall alles um die 110-115 (je nach Fahrgestell-Nr. sind ja original 97er bis 105er HD verbaut worden

Letztlich kommtst Du kaum darum herum die die Vergaser systematisch (leider etwas aufwendig) mit nem Satz abgestufter HD sauber abzustimmen - kosten aber nicht die Welt;
Gemisch-Einstellung am besten mit ner Colortune Zündkerze - da gibt's jede Menge Tutorials bei Tube & Co. - have fun :roll:

... daß Du allerdings erst Dein verdaddelten Gemisch-Regulierschrauben fixen und saubere Grundeinstellung vornehmen ist eh klar ...und wie sehen die Gemischschrauben-Sitze in den Vergaser aus? nicht daß da noch ne abgebrochene Spitze festsitzt ...

Wird schon ... :roll:
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