Federweg

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Dietmark
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Federweg

Beitrag von Dietmark » Sa 13. Jan 2018, 19:29

Mal eine Frage: ändert sich der Federweg (Werksangabe) gegenüber progressiven Federn (Wirth oder Wilbers) ? Bei der GS1000 Original ist ja noch eine Hülse, die bei den Progressiven entfällt. Habe schon gegoogelt und nichts dazu gefunden.
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NiceIce
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Re: Federweg

Beitrag von NiceIce » Sa 13. Jan 2018, 20:48

1000er und 850er sind ja nahezu gleich, meine ich.

Ich hatte Wirth Federn drin, wobei ich die Abstandhülse gekürztz habe, das ich etwas mehr Vorspannung hatte.

Am Federweg ändert sich nicht merklich etwas, Sie kommt ein wenig Höher, was sich aber so um 0,5 bis max. 1 Cm handelt.

Auch meine Elefant mit Wirth auf Fahrergewicht hat die gleiche Höhe behalten. Aber ab Mitte Federweg wirds sehr Interessant.
Das eintauchen wurde merklich weniger, auch die sänftenartige Federung war weg. Und ab da fetzte die GS850 um die Ecken wie eine Moderne Maschine.

LG
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Re: Federweg

Beitrag von Dietmark » Sa 13. Jan 2018, 20:57

Bei Wirth oder Wilbers kommt keine Hülse mehr rein!
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Re: Federweg

Beitrag von fish » Sa 13. Jan 2018, 22:32

Mal eine Frage: ändert sich der Federweg (Werksangabe) gegenüber progressiven Federn (Wirth oder Wilbers) ?
antwort: nein.
wie sollte das gehen? der arbeitsweg der gabel bleibt ja der gleiche. von oberen bis unteren gabelanschlag. du hast nur (ist bei den modellen unterschiedlich) manchmal kürzere federn oder/und kürzere distanzen. damit wird die federvorspannung reguliert, die bei wirth o.ä. durch andere federn ausgeglichen, bzw. sogar erhöht wird. die original gs 1000 federn sind linear mit recht dünnem "federdraht". zubehörfedern sind in der regel progressiv mit stärkeren federn. durch die stärkeren federn wird das weniger vorspannen ausgeglichen.

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Re: Federweg

Beitrag von Dietmark » So 14. Jan 2018, 07:49

Danke Dir, irgendwie hatte ich da einen Denkfehler :D
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Re: Federweg

Beitrag von Hias » So 14. Jan 2018, 13:05

servus,
hab vor einigen Wochen in meine GS 750 (Gabel der GSXR 86er/41 mm) progressive Wirth-Federn eingebaut.
Sie ist vorher schon im Stand richtig eingesackt, habe schon vor 3 Jahren ne Aluhülse zusätzlich untergelegt mit 15 mm Stärke, um das wieder einigermaßen hinzukriegen, jetzt flog das alte Gelumpe raus.
Neue Feder hatte ja auch keine Hülse mehr benötigt, steht aber jetzt wieder "richtig" positioniert da,man merkt deutlich den Unterschied. Fahrberichte / Dämpfungen kann ich erst in a paar Wochen sagen, wenn die Saison los geht....mal gucken....!!!
HIAS

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Re: Federweg

Beitrag von NiceIce » So 14. Jan 2018, 16:29

Dietmark hat geschrieben:
Sa 13. Jan 2018, 20:57
Bei Wirth oder Wilbers kommt keine Hülse mehr rein!
Das kann man so nicht pauschal aussagen. Denn jeder hat ein anderes Fahrgefühl und fährt andere Abstimmungen.
Ich habe die Originalen Hülsen gekürzt eingebaut, um eine höhere Vorspannung zu haben. Das ganze also mehr Progressiv zu fahren und den erforderlichen Negativweg zu erhalten.

In der Cagiva habe ich z.B sogar 2 Hülsen drin, Plus Wirth Federn. SEHR knackiges Fahrwerk, was mir beim anbremsen vor Kehren entgegenkommt.
Im Gelände allerdings ist meine Reinrassige Enduro dann natürlich kaum Fahrbar, weil zu hart in der Federrate.

In meiner KTM fahre ich White Power progressive Federn mit sehr geringer Vorspannung. Butterweich am Anfang, Brettlhart am Eende..

@fish, SO kannst du das aber auch nicht pauschalisieren, das der Arbeitsweg der gleiche bleibt, eben wegen der kürzeren Federn.

Ist die Feder kürzer muss eine Distanz rein, wenn der Arbeitsweg gleich bleiben soll. Ohne Vorspannung taucht die Gabel allein ein, das Moped wird tiefergelegt. WENN die Feder Spiel hat oder ausgelutscht ist.

So weit ich es erklärt bekommen habe muss ja ein Durchhang und ein Negativweg vorhanden sein, wenn das Moped auf den Rädern steht und belastet wird. Durch die Vorspannung wird dann ein Negativweg eingestellt der um 20 mm (oder 30??) beträgt.

Höher oder Tiefer eben. Im STAND.

Zu klären bleibt, wie hias es bemerkt hat, in wie weit das Mehr Federweg definiert wird. Gut eingestellt im Stand bei belastetem Fahrwerk ergibt sich weniger Einfederweg. Da 30 mm Negativweg (Ausfedern) eingestellt wird.

Das ist genau DAS, was hias bemerkt hat. Neue Federn und schon kommt die Kiste höher. Subjektiv gesehen also mehr EIN-Federweg.

Oder liege ich da falsch??

LG
Martin
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Re: Federweg

Beitrag von fish » So 14. Jan 2018, 18:10

Oder liege ich da falsch??
dazu sollten vorher die begrifflichkeiten geklärt sein.
*klugscheißmodus an*
der federweg wird in der regel mit dem arbeitsweg gleichgesetzt. heisst: der weg von vollem eintauchen bis kompletten ausfahren des tauchrohres. das bleibt mit jeder feder bei der selben gabel gleich.

klar darf die feder bei kompletter entlastung der gabel (z.b.auf frontständer) kein spiel haben, sondern muss unter spannung stehen (vorspannung). sollte spiel da sein, muss zwangsläufig eine hülse (distanz) verbaut werden.

die vorspannung reguliert den negativ federweg, also den weg, den die gabel alleine durch das gewicht des motorrades, des fahrers und der zuladung eintaucht. diese vorspannung wird durch die länge der feder, die art der feder, länge von distanzen oder vorspannmöglichkeiten eingestellt. eine zubehörfeder kann auch bei gleicher länge wie die orginalfeder, eine andere federrate haben und braucht aus diesem grund z.b.weniger (zusätzliche) vorspannung.

was immer wieder falsch gedacht wird ist: durch die erhöhung der vorspannung wird die federung nicht härter, sondern nur der negativ federweg kleiner. auch an der federrate wird nichts verändert. bedeutet: die benötigte kraft zum vollständigen eintauchen bleibt bei gleicher feder bei jeder vorspannung gleich. einzig die kraft, welche zum ersten eintauchen benötigt wird, erhöht sich mit höherer vorspannung.
der weg von der nur durch das gewicht eingetauchten gabel bis zum kompletten eintauchen ist der positiv federweg. die summe von positiv und negativ federweg ist der gesamt federweg (arbeitsweg).
das verhältnis von negativ und positiv federweg sollte etwa 1/3 zu 2/3 betragen.
*klugscheißmodus aus*

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