GS750 - Federbein und Aufnahme

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Martin
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Re: GS750 - Federbein und Aufnahme

Beitrag von Martin » Mi 27. Feb 2019, 09:16

welches Material (Festigkeit, Streckgrenze und was weiß) ich an der Stelle gebraucht wird, kann ich dir nicht beantworten. Und ob Schrauben und wenn ja welche geeignet sind, auch nicht. Bei den Schrauben gibt es aber erhebliche Unterschiede in der Bandbreite von 4.6er Stahlschrauben (auch Baumarkt-Gummi-Käse-Legierung genannt) bis zu hohen Härtewerten wie 12.9er und davon deutlich zu unterscheiden Edelstahlschrauben mit wieder ganz anderen Werten. Wir haben ja einige hier, die sich mit Mechanik/Konstruktion sehr gut auskennen. Kann das vielleicht mal jemand von euch ausrechnen, was an der Stelle gebraucht wird und ob dafür Schrauben geeignet sind?

Ich habe auch schon gesehen, dass jemand einfach in das vergnaddelte Gewinde ein Loch gebohrt und dort ein Splint durchgesteckt hat. Das sichert den Dämpfer auch irgendwie..... 8-)
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hannes
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Re: GS750 - Federbein und Aufnahme

Beitrag von hannes » Mi 27. Feb 2019, 10:50

Hallo,ähnliches Problem hatte ich auch mal! Kam aber noch etwas dazu:
Nämlich Ausgleichscheiben in verschiedenen Stärken und mit verschiedenen
Bohrungen!Allerdings ging es um meine 650er Katana und ich hatte mich sehr
gewundert über diese Angelegenheit.
Bedenke,deine Federbeine müssen genau (!!) senkrecht zum Rahmen und genau
paralell zueinander stehend montiert werden unten ist ja keine Änderung möglich.

Gruß - Hannes

GSrookie
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Re: GS750 - Federbein und Aufnahme

Beitrag von GSrookie » Mi 27. Feb 2019, 11:46

Hallo,
ich habe die KONI Federbeine an meiner GS750E montiert und hatte das Problem, dass ich oben an der Aufnahme einiges mit Unterlegscheiben ausgleichen musste damit die Federbeine optisch Senkrecht stehen. Wie haben das denn andere KONI-Fahrer gelöst?
Grüße
Rüdi

harry_m
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Re: GS750 - Federbein und Aufnahme

Beitrag von harry_m » Mi 27. Feb 2019, 13:46

Ich hab' jetzt auch in einem anderen Forum gelesen, dass man das auch wie folgt reparieren kann (angeblich wird das so auch von Suzuki-Werkstätten gemacht - was auch immer das heisst). :roll:

Egal ... ich versuch es einmal zu erklären.

1) Man trenne das alte Gewinde ab (nur den Gewinde-Teil).
2) Man bohre in den übrig gebliebenen Bolzen ein Loch und schneide ein Gewinde rein (passend für M8).
3) Man nimmt einen Doppel-Gewinde-Stift (eine Seite M8 und andere Seite M10) und klebe den mit Loctite ein.
Voila.

Dazu gibt es auch einen Reparatur-Satz zu kaufen ...
http://www.kedo.de/produkte/60684/1/2.html
http://www.kedo.de/produkte/60686.html

Ob das so vernünftig ist ... keine Ahnung ...

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fish
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Re: GS750 - Federbein und Aufnahme

Beitrag von fish » Mi 27. Feb 2019, 14:39

das geht bestimmt. technisch sauber ist es meines erachtens aber nicht. durch die bohrung wird der bolzen erheblich an dem lastaufnehmenden bereich geschwächt. das macht die spätere "auffüllung" durch den gewindebolzen auch nicht wett. du schaffst dir eine sollbruchstelle. da würde ich noch eher die variante mit dem sicherungssplint bevorzugen.

hannes
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Re: GS750 - Federbein und Aufnahme

Beitrag von hannes » Mi 27. Feb 2019, 14:58

:shock: :shock: :shock:

Gruß - Hannes

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Voxy
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Re: GS750 - Federbein und Aufnahme

Beitrag von Voxy » Di 5. Mär 2019, 01:06

servus.

da ich als werkzeugmacher bisserl was von materialkunde verstehe kleiner tipp.
an der stelle nichts gehärtetes verbauen zu spröde, das gleiche gilt für edelstahl.
am besten, bzw reicht aus, nimmst ne schraube mit 8.8 güte.
wenn dein schlosser ne drehbank zur hand hat die dann dementsprechend zurecht drehen und einschweissen.
aufbohren und gewindeschneiden, geb ich fish recht, insofern zu gross und zu tief gebohrt wird. damit machst dir ne sollbruchstelle.

gruss voxy
Zuletzt geändert von Voxy am Mi 13. Mär 2019, 23:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: GS750 - Federbein und Aufnahme

Beitrag von thomas/baden » Di 5. Mär 2019, 11:01

Hallo

Ich habe für ein Drehteil das passende Bild gefunden. Leider gingen die Maße dazu verloren.
Grüße Thomas
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mops
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Re: GS750 - Federbein und Aufnahme

Beitrag von mops » Do 7. Mär 2019, 11:05

Was gut funktioniert: Gewinde abschneiden und ein Gewinde m6 in den Bolzen schneiden. 15mm reicht. Das Federbein mit einer M6x16 und einer Karosseriescheibe gegen rausrutschen sichern- fertig. Da schwächt sich nix und der Aufwand ist überschaubar.
gruß
mops

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Re: GS750 - Federbein und Aufnahme

Beitrag von icebird1961 » Mo 11. Mär 2019, 15:34

Ohhjeee ... auch auf die Gefahr hin mich hier unbeliebt zu machen -
aber "wat mut dat mut" - von wegen ... mal eben

"Gewinde abschneiden und ein Gewinde M 6 in den Bolzen schneiden. 15mm reicht. Das Federbein mit einer M6x16 und einer Karosseriescheibe gegen rausrutschen sichern- fertig. Da schwächt sich nix und der Aufwand ist überschaubar."

Also Sorry, aber das ist schlichtweg völlig falsch und fachlich inakzeptabel - damit ist die Betriebserlaubnis des Bikes aber so was von futsch :o !!!

Ein Stoß-Dämpfer-Bolzen wird bei Stoßbelastung im Tonnenbereich auf Biegung (ein kleinerer Anteil auf Scherung) belastet - daher darf der Querschnitt auch in keinster Weise geschwächt werden - zudem wird der Biegungs-belastete Bolzen nun durch zusätzliche Gewinde-Zugkraft auch noch mehrachsig/ 3 achsig vor-/verspannt /extrem ungünstig - Mohr'scher Kreis wen's interessiert - ca. weitere 30% Last-Reduzierung !

noch viel schlimmer sind "konstruktive Kerben" im Lastbereich- wie Gewinde - denn damit schwächst man die Biege-Wechsel-Festigkeit des Stahl-Bolzens auf /grob geschätzt/ etwa 1 /2 (Hälfte !) der vorherigen Belastbarkeit/ Streckgrenze 0,2%;

Ergo: konstruktive Kerben sind UNBEDINGT im Lastbereich zu vermeiden - also keinen scharfen Absätze bei Querschnittsänderungen (ein 1mm Radius beim Drehen ist das Mindeste) und keinerlei (!) Gewinde in hochbelastete Bauteile schneiden, die wirken auch von innen als Kerben, und erhöen durch die "Zusammendrängung der Kraftlinien" im Kerbgrund die Bruchgefahr an dieser Stelle um ein Vielfaches, da der Bruch stets an den Korngrenzen/ Verunreinigung etc. im Stahl stets vorhanden/ seinen Rrsprung nimmt;

genau deshalb werden höchstbelaste Teile (Kurbelwellen Pleul) auch kaltverfestigt/ gestrahlt oder hochglanzpoliert - damit keinerlei Kerben an der Oberfläche einen Rißausgang begünstigen - und nu will der da ein Gewinde reinpfrimeln - No Way !

also - nochmals - Nix für ungut - aber der Stoßdämpfer Bolzen darf in keinem Falle durchbohrt, und schon gar nicht per Gewinde (und zudem ungünstig!) durch zusätzliche Zug im Biegebereich mehrachsig "verspannt/versprödet" & dadurch unzulässig geschwächt werden !

Daß der Bolzen an dem Bike eine Weile halten mag ändert nix an den Tatsachen - die Dauerfestigkeit (Stichwort "Ermüdungsbruch") wird durch das Innengewinde so massiv runtergesetzt - im Flugzeugbau wäre Dein Flieger damit sofort "gegroundet" beim Moped ist eben Deine Betriebserlaubnis futsch/ wehe wenn es zum Unfall durch dergleichen unfachgerechte Bastelei am Rahmen käme - God forbidding !

Also : Bolzen (wie oben gezeigt - geht völlig i.O.) aus Vollmaterial (!) drehen (lassen) und sauber in die Bohrung im Rahmen einschweißen - fertig, aber bitte nicht per Innengewinde im Bolzen !
Mitglied im GS 400 Owners Club :D Black Suzi No. 500 - GS 750 E (US-1978), Kawasaki ZR 750 Zephyr Speiche (97), GS 550 ET (80) - YAMAHA RD 125DX (76) :lol:

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