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GS500 E 1979 Wiederbelebung

Verfasst: Mo 11. Mai 2020, 18:10
von Boeberger
Zu meiner GS500 E hab ich ja schon einen Beitrag eröffnet, da der Vergaser die größte Baustelle war. Hoffe das hat sich nun gelöst, dafür öffnen sich weitere Themenstellungen, wo ich Eure Hilfe gebrauchen kann.

Der Reihe nach:
  • Nachdem ich das Moped abgeholt habe, wurde es erstmal gründlich sauber gemacht und den Tank und Vergaser abgebaut.
gs500_2.jpg
  • Tank habe ich versucht, so gut es geht zu entrosten. Zuerst mit Zitronensäure, dann mit Elektrolyse. Aktuell ist er beim Dellendoktor. Leider hat er am Falz, als auch an den Emblemvertiefungen Rost und der Lack blättert ab. Das Dekor und die Farbe möchte ich versuchen zu erhalten. Daher möchte ich mit passender Farbe die schadhaften Stellen nachlackieren, den Tank anschleifen und mit Klarlack neu versiegeln - hoffe das geht
Tank 1.jpeg
- auf dem Pelletofen, damit die Zitronensäure schön wirkt :lol:
Tank 2.jpeg
  • Zur Farbe hab ich ja bereits eine Frage gestellt. Bin am überlegen, ob ich über mein Farbengeschäft den Seitendeckel einschicken werde, um die Farbe im Labor untersuchen, bzw. feststellen zu lassen. Die können mir dann eine Mischung zusammenstellen, womit ich dann den Tank ausbessern und den schwarzen linken oder einen anderen passenden Seitendeckel in blau lackieren kann. Nachteil: die Analyse dauert 2 - 6 Wochen, daher wäre ich dankbar die Farbmischng ohne Analyse zu bekommen
  • Der Anlasser wollte nicht. Daher hab ich den ausgebaut und überprüft. Dazu muss ja der Steuerkettenspanner ausgebaut werden. Hab aber dann bein Testen des Anlassers den Fehler gemacht, den Spanner nicht einzubauen. Als dann der Anlasser wieder ging, hat sich die Steuerkette verklemmt und verstellt. Motor war fest und konnte nicht mehr bewegt werden
  • Martin (Dj2) stand da mit Rat zur Seite. Hab den Ventildeckel abgenommen und den Kopf. Sieht eigentlich noch gut aus. Da die GS500 E auf 27 PS gedrosselt ist, bin ich am überlegen diese mit den 550 Nockenwelle aufzupimpen. Da wäre ich dankbar, wenn ich Tipps bekommen würde. Vielleicht gibt es dazu schon einen passenden Beitrag. Vielleicht könnt Ihr sogar erkennen, ob die Nockenposition noch stimmt oder verstellt ist.
    Nockenwellen_2.jpg
    • Den hohen Magura Lenker (Bike wurde vorher von einer Frau besessen), habe ich ausgetauscht. Der Gaszug ist dadurch etwas zu lang und ich bräuchte einen kürzeren. Hab mich noch nicht schlau gemacht, welcher passt. Über Tipps bin ich dankbar
    lenker_1.jpg
    Werde mit weiteren Bildern berichten.

    Grüße
    Matthias

Re: GS500 E 1979 Wiederbelebung

Verfasst: Mo 11. Mai 2020, 18:23
von Boeberger
Anbei noch weitere Fotos

Mit einem Magneten hab ich die größten Rostbatzen rausbekommen (ca. 50 x)
Tank 3.jpg
Anbei Fotos vom Motorblock
Zylinderblock_1.jpg
und Kopf
Kopf 1.jpg
Matthias

Re: GS500 E 1979 Wiederbelebung

Verfasst: Mo 11. Mai 2020, 20:25
von Motor-Fan
Hallo Mathias ,
der Block und Kopf sehen doch ganz gut aus - ein bisschen Ventile sauber machen und gut . Machst Du den Motor komplett auseinander ?
die Fußdichtung auf jeden Fall mit machen und die Stehbolzen kontrollieren - hab schon mal beim anziehen des letzten Bolzens feststellen müssen das man das besser vorher nachschaut . Vor allem die Gewinde Fett/Ölfrei bei der Montage .
Die Steuerzeiten kann ich so auf deinem Bild nicht richtig sehen -Der Motor steht nicht auf OT-1&4 dann würden die drei Markierungen der Nockenwellen sichtbar sein und man könnte die Kettenglieder zwischen der 2. und 3. Markierung zählen ----das sollten 20 sein wenn ich mich recht erinnere .
Ich schaue aber noch mal nach .
Bei bedarf an Teilen der GS 550 ----da hab ich noch einiges was bei der kleinen Schwester passt ;)
Gruß. Uli

Re: GS500 E 1979 Wiederbelebung

Verfasst: Di 12. Mai 2020, 12:04
von Boeberger
Hi Uli,
nein, ich hab nicht vor den Motor komplett auseinander zu nehmen. Hätte ich den blöden Fehler mit dem Steuerkettenspanner nicht gemacht, hätte ich gar nichts aufgerissen.
Nun musste ich es tun und für mich ist das auch eine Art "Übung" am lebenden (bzw. aktuell noch toten) Objekt. ;)
Ich hab ja noch eine GS650 Katana und eine GS850 G im Fuhrpark. Da hab ich an den GS-Motoren noch nichts getan (ausser am Vergaser und sonstige Kleinigkeiten).
Nun ist er offen. Kompletter Dichtsatz ist bestellt. Das mit den Stehbolzen sehe ich auch, die müssen noch sauber werden. Auch sind mir zwei rausgekommen, da die obere Mutter am Zylinderkopf mit dem Bolzen festgebacken war.
Hab allerdings Respekt, den Motorblock und somit die Kolben zu trennen. Die alleine wieder da hinein zu bekommen wird so eine Sache werden. Die Fußdichtung sagt D2j muss nur wenig Druck aushalten, daher sei der Tausch nicht zwingend erforderlich, so seine Meinung.
Hinsichtlich der Umrüstung auf eine GS550E Nockenwelle wäre ich intessiert. Keine Ahnung, was man da alles zu beachten hat. Ist es nur ein Tausch, oder muss mehr getan werden. Laienhaft gedacht, müssten ja nur die Nocken steiler sein und somit die Ventile stärker öffnen. Vermutlich müsste ich dann alle Shims tauschen (was wiederum Geld kostet). Vergaser könnte dann auch noch ein Thema sein. Daher werde ich es vermutlich zuerst noch lassen und das zu einem späteren Zeitpunkt angehen. Möchte sie zuerst zum laufen bekommen. Das aufpimpen auf knapp 50 Ps hat Zeit.
Wegen der Teile, klar bin ich dankbar. Mir fehlen aktuell die Seitendeckelbeschriftungen der GS500E. Zur Not würde ich auch den von der 550E nehmen. Im anderen (ersten Beitrag) hab ich dazu ja geschrieben (u.a. auch wegen der Farbe)
Auf brauche ich einen passenden Gaszugfür den Flachschiebervergaser (der alte ist zu lang) und vielleicht noch weitere Teile (z.B. original Auspuff) - mal sehen.

Grüße
Matthias

Re: GS500 E 1979 Wiederbelebung

Verfasst: Di 12. Mai 2020, 14:27
von Frank
Zu den Steuerzeiten. Wenn Zylinder 1 auf OT steht müssen die beiden Kerben auf der Stirnseite der Nockenwellen genau parallel zur Dichtfläche stehen und aufeinander zu zeigen. Ist so mit einem Blich zu kontrollieren.

Re: GS500 E 1979 Wiederbelebung

Verfasst: Di 12. Mai 2020, 15:32
von tobi
Ich hab festgestellt das mit nagelneuer Steuerkette sich das nicht 100% einstellen lässt. Dann nimmt man die Stellung auf der Auslasswelle die mehr nach oben tendiert, längt sich dann die Kette minimal (was anfang normal ist) beim ersten Motorstart passt es ja danach.

Tobias

Re: GS500 E 1979 Wiederbelebung

Verfasst: Mi 13. Mai 2020, 07:28
von Boeberger
Hi Tobi und Frank,
vielen Dank für Euren Response.
Wie ich die Nockenwelle richtig justiere, hab ich in einem anderen Beitrag bei http://www.gs-classic.de unter Tipps "Steuerkette einstellen" gefunden. Eine für einen Laienschrauber wie mich hilfreiche Seite, finde ich.
Meine Steuerkette hab ich nicht vor zu wechseln. Glaube, das ist auch nicht erforderlich. Der Motor hat erst 35.000 runter (laut Tacho).
Mich würde interessieren, was es bedeuten würde, wenn man die Nockenwellen von einer GS550E einbauen würde. Dazu hab ich im Netz nichts gefunden.
Grüße
Matthias

Re: GS500 E 1979 Wiederbelebung

Verfasst: Mi 13. Mai 2020, 18:08
von Frank
Hallo, die Drosselung erfolgte über die Nockenwellen. Mit den Nockenwellen der GS 550 wärst Du bei 46 PS. Alternativ könntest Du das komplette Top End der GS 550 anbauen, der Rumpfmotor ist identisch. Es ist nur die Bohrung reduziert und kleinere Ventile im Kopf.

Re: GS500 E 1979 Wiederbelebung

Verfasst: Mi 13. Mai 2020, 21:44
von Motor-Fan
Die Nockenwellen alleine reichen nicht - Vergaser müssen auch etwas angepasst werden -da müssen etwas größere Düsen rein .
Die Wellen hab ich noch ....mit Motor drumherum :D
Gruß
Uli

Re: GS500 E 1979 Wiederbelebung

Verfasst: Do 14. Mai 2020, 14:29
von Boeberger
Hi Uli, die Wellen hab ich nun auch schon besorgt.
Düsen wurden ausgetauscht, da der Vergaser schlimm aussah. Der Reperatursatz war ein Keyster KS-0240 Reparatursatz Vergaser für die Suzuki GS550 Bj. 1977-1980 (04527404). Da müssten die Düsen eigentlich stimmen - oder?
Grüße
Matthias